TEE AUS KENIA – EINE ÜBERSICHT
Der Anbau von Tee aus Kenia begann 1903 als die ersten Teesetzlinge von den weißen Siedlern eingeführt wurden. Der kommerzielle Teeanbau in Kenia begann im Jahr 1924 und blieb eine ausschließliche Beschäftigung der Kolonialisten, bis afrikanischen Teebauern im Jahr 1956 erlaubt wurde, mit dem Teeanbau zu beginnen.
ANBAUREGIONEN
Kenia liegt in der subtropischen und tropischen Klimazone. Das feuchte subtropische Klima zeichnet sich durch heiße, feuchte Sommer und milde, kühle Winter aus. Das Rift Valley, ein Grabenbruch, der Ostafrika durchzieht, prägt die Anbauregionen. Östlich und westlich des Rift Valley erstrecken sich die Hochlandregionen, wo kenianischer Tee in Höhen zwischen 1.500 und 2.700 Metern über dem Meeresspiegel wächst. Mit einer Höhe von 5.199 Metern ist übrigens der Mount Kenia, der höchste Punkt des Landes und der zweithöchste Berg Afrikas.
TEE AUS KENIA IST VIELFÄLTIGER ALS BEKANNT
Das Ostafrikanische Land ist weltweit für seinen schwarzen Tee bekannt. Seit Mitte des neuen Jahrtausends hat die Regierung des Landes aktiv den Teeanbau diversifiziert. Dank dieser Initiative wurde das Portfolio kenianischer Teesorten um Grüntee und Specialty Teas wie Weißer Tee, Oolong, Schwarztee Orthodox sowie den bei uns im Sortiment erhältlichen Lila Tee erweitert. Die zuständigen Behörden entwickeln den Lila Tee seitdem kontinuierlich weiter um Tee aus Kenia weiterhin attraktiv für den Weltmarkt zu gestalten.
PRODUKTIONSMETHODEN
Kenia stellt hauptsächlich Schwarztee her. Einen Großteil der Schwarzteeproduktion rollen die Arbeiter zu kleinen Kügelchen, die als CTC (Cut Tear Curl) bekannt sind. Die Produktion beginnt mit dem Pflücken der Teeblätter, das ausschließlich von Hand erfolgt, ohne den Einsatz von Maschinen. Die typische Verarbeitung des Tees erfolgt in industriellen Anlagen und nicht, wie es in China teilweise üblich ist, in traditionellen Woks.
QUALITÄT UND GESCHMACK VON TEE AUS KENIA
Tee aus Kenia ist sehr ergiebig. Schon ein kleiner Löffel genügt, um 0,75 Liter Heißgetränk herzustellen, was die Geschmacksintensität des kenianischen Tees deutlich macht. Da die Arbeiter den Tee ausschließlich von Hand pflücken den Tee können somit die strengen Vorgaben der Branche beachtet werden. Gepflückt werden nur die besten Qualitätsblätter, „two leaves and a bud“. Jeder Tee aus Kenia, egal welche Sorte hat einen fruchtigen Touch. Der den Einfluss der feinen, vulkanischen Säure der typischen rötlichen Erde des Landes spiegelt sich hier geschmacklich wieder.
WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG
Die Teeindustrie ernährt direkt und indirekt etwa 5,0 Millionen Menschen und unterstützt schätzungsweise 650.000 Teebauern, die auf den Tee angewiesen sind. Damit ist die Industrie eine der wichtigsten Lebensgrundlagen des Landes. Über 70 % des kenianischen Tees bauen Kleinbauern an, die ihre Ernte zur Weiterverarbeitung an Teefirmen abgeben. Die kenianische Tea Development Authority (KTDA) übernimmt die Verarbeitung des Tees und vermarktet ihn auf dem Weltmarkt.
SOZIALE UND ÖKOLOGISCHE AUSWIRKUNGEN
Teepflücker sind Wanderer und kommen nicht unbedingt aus den Regionen in denen Tee angebaut wird. Die Mehrheit sind Frauen, was bedeutet, dass Familie und Kinder einen anderen Wohnsitz haben. Kinder sind oftmals in Internaten untergebracht. Nimm an einem unserer Teeseminare teil, wenn du hierüber mehr Erfahren möchtest. Nicht nur probieren wir zusammen Tee, wir streamen u.a. direkt von der Familien Teeplantage meiner Cousine Shiru.
EXPORT UND GLOBALE PRÄSENZ VON TEE AUS KENIA
Exportiert werden die Teeerzeugnisse von der bereits genannten KTDA, über direkten Handel, oder den großen internationalen Firmen wie Unilever, oder die Mombasa Tea Auction. Die Teeveredelung findet somit eigentlich nie im Rohstoffland selber statt, es sein den für den heimischen Markt produzierte Ware. Deshalb gehören wir zu den wenigen Marken, die Tee in Kenia veredeln. Unsere Teebeutel made in Kenya lassen somit die Menschen an der Wertschöpfungskette teilhaben lassen.
